1.4.1. Sicherheit im Umgang mit Wasser

  • Dichtigkeit

    ·         Prüfen Sie Behälter auf Dichtigkeit bevor Sie diese montieren. Dh. füllen Sie mit maximaler Wasserhöhe und warten Sie 24h, um Undichtigkeiten zu prüfen

    ·         Selbst wenn alle Behälter dicht sind, sollte Sie wenn möglich Ihre Anlage 24h lang in sicherer Umgebung Probelaufen lassen, um unerwünschte Überraschungen auf der Baustelle zu vermeiden

    ·         Vergewissern Sie sich, dass Ihre Kleber und Dichtmittel auch beständig gegen destilliertes Wasser bzw. Umkehr-Osmose-Wasser sind. Wir haben zB.  2-Komponenten-Kleber benutzt, die sich leider nach ein paar Monaten gelöst haben. Dadurch wurden Wannen undicht und Komponenten locker!

    ·         Prüfen Sie alle Schnellverbinder, Schlauchschellen, Verschraubungen und Behälterdurchführungen nicht nur optisch sondern auch mechanisch. Manchmal vergisst man eine Verbindung fest zu ziehen oder zu verkleben. Diese ist Anfangs dicht, löst sich aber schnell, sobald geringe Einwirkung kommt

  • Überschwemmung verhindern

    ·         Planen Sie immer den Fall ein, dass eines Ihrer Ventile versagt und beugen Sie vor. Wir haben es schon erlebt, dass sich Schwimmerventile nicht mehr geschlossen haben. Das kann durch Verschleiß, Verschmutzung oder durch unvorhergesehenes Einklemmen passieren. Wenn dann der Wasserstand ungehindert ansteigt, müssen Sie das Wasser kontrolliert über einen Überlaufschutz in den Abfluss führen, bevor Ihre Behälter überlaufen und eine Überschwemmung verursachen

    ·         Kontrollieren Sie auch den bauseitigen Abfluss! Es kann immer wieder  Abflüsse geben, die nicht dicht sind oder verstopft.

    ·         Beugen Sie Überschwemmungen aus dem Abfluss vor!  Dies ist bei den meisten Situationen wahrscheinlich nicht erforderlich, doch fragen Sie lieber den verantwortlichen Installateur der Hausleitungen, was passieren würde, wenn das Abwasser wegen Verstopfung oder Hochwasser zurück kommt. Wir hatten einmal  erlebt, dass eine ebenerdige Anlage nach starken Regenfällen und verstopfter Kanalisation mit Fäkalien überschwemmt wurde, weil das Abwasser zurück floss. Ein Rückschlagventil hätte das verhindert.

    ·         Nutzen Sie Wasserstop-Geräte und -Sensoren, die die Wasserzufuhr unterbrechen sobald Feuchtigkeit oder Nässe zB. auf dem Boden gemessen wird.

    ·         Wenn Sie keinen Überlaufschutz anbringen können, weil kein Abfluss vorhanden ist, begrenzen Sie die tägliche Befüllung mit einer Zeitschaltung. Auf diese Weise befüllt und überschwemmt Ihr System zB. täglich nur 20 Liter anstatt 500 Liter etc.

  • Keime

    ·         Sorgen Sie für ausreichende Desinfektion, vor allem in öffentlichen Bereichen

    ·         Idealerweise verhindern Sie,  dass Tiere und Menschen, vor allem  Kinder  das Wasser berühren können, indem Sie hohe Wannen und große Abstände zum Wasser bauen. Dennoch bleibt eine Wasserdesinfektion und Schmutzfilterung unbedingt notwendig!

    ·         Kennzeichnen Sie falls gesetzlich vorgeschrieben die Anlage mit Schildern wie zB. „Kein Trinkwasser“

  • Kapillarwirkung verhindern

    ·         Achten Sie ausreichende Abstände darauf, dass bei nah aneinander liegenden Flächen keine Kapillarwirkung entsteht, die Wasser aus den Behältern tropfen lässt

    ·         Bedenken Sie, dass aus 2mm Abstand in der Werkstatt auch 0,5mm auf der Baustelle werden können, wenn Material verbogen oder falsch befestigt wird

    ·         Berücksichtigen Sie mögliche Temparaturunterschiede, die Material ausdehnen und Abstände verringern können.

    ·         Auch größere Abstände können mit der Zeit Kapillarwirkungen entfalten, wenn Sie durch Schmutz oder schwimmende Gegenstände aufgefüllt werden

  • Spritzwasser kontrollieren

    ·         Testen Sie Ihre Anlage in der Werkstatt, bevor Sie auf der Baustelle von Spritzwasser überrascht werden

    ·         Beachten Sie, dass verschiedene Wasserspiegel-Höhen entweder Spritzwasser verursachen oder vermeiden können

    ·         Beachten Sie, dass zu viel oder zu wenig Wasserdruck bzw. Wassermenge ebenfalls Spritzwasser verursachen kann und beugen Sie vor

    ·         Achten Sie auch auf kleinste, kaum sichtbare Spritzer. Diese können im Laufe eines Tages eine ordentliche Feuchtzone um Ihre Anlage herum produzieren, die nicht nur Flecken oder Schäden verursacht, sondern auch eine Rutschgefahr darstellt

  • Blindwasser und Ableitungen verhindern

    ·         Dekorsteine, naheliegende Pflanzen, Gardinen, Papier etc.  können bei ungünstigem Kontakt das Wasser aus dem Brunnen ableiten und eine Überschwemmung verursachen. Beugen Sie dem mit Sicherheitsabständen und ausreichend großen Auffangbehältern vor

  • Korrosion vermeiden

    ·         Achten Sie sorgfältig auf die Verträglichkeit und Wasserbeständigkeit der Materialen in Ihrem System. Vermeiden Sie darum verzinkte Elemente, Kupfer, Rotguss und Messing und verwenden Sie lieber Edelstahl und Kunststoff. Einer unserer Kunden hatte ohne unser Wissen zur Desinfektion Wasserstoffperoxyd-Tabletten in das Brunnenwasser gegeben, die in kürzester Zeit eine Messing-Komponente zerfressen haben.

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