1.1.3. Luft Be- und Entfeuchtung

  • Luftbefeuchtung

    In Räumen mit trockener Luft leiden die menschlichen Schleimhäute. Durch die Austrocknung  werden Augen, Mund, Nase und Haut gereizt. Bei trockener Luft vermehren sich Grippeviren außerdem schneller, wodurch die Anfälligkeit für Erkrankungen steigt. Die meisten Pflanzen halten es bei trockener Luft nicht lange aus. Holzmöbel und Böden sowie Inventar können bei dauerhaft trockener Luft irreparable Schäden nehmen. Wasserwände können die Luftfeuchtigkeit in trockenen Räumen erhöhen. Vor allem in Räumen mit trockener Luft ist die Verdunstung der Wassers besonders hoch, da die trockene Luft sehr aufnahmefreudig ist. Je größer die Verdunstungsoberfläche bei einer Wasserwand ist, desto höher ist die Verdunstung. Ein grober Richtwert für die verdunstende Wassermenge hat sich im Laufe der Zeit ergeben. Bei einem ca. 40m² großen Raum verdunstet pro m² Verdunstungsoberfläche ca. 3-5 Liter / Tag bei 24h Dauerbetrieb. Das bedeutet, eine 2m hohe und 1m breite Wasserwand hat ca. 2m² Verdunstungsoberfläche und verdunstet somit ca. 6-10 Liter / Tag. Je höher die Raumtemperatur und je trockener die Luft, desto mehr verdunstet und umgekehrt.

  • Luftentfeuchtung

    Oft unbekannt ist die Tatsache, dass man mit einer gekühlten Wasserwand die Luft auch entfeuchten kann. Das bedeutet, der Wasserspiegel sinkt nicht, sondern steigt und muss kontrolliert abgeführt werden! Der Grund dafür ist, dass Feuchtigkeit immer an der kältesten Stelle im Raum kondensiert. Diesen Effekt erlebt man z.B., wenn man ein kühles Getränk aus dem Kühlschrank holt, und wenige Minuten danach bildet sich Kondenswasser auf der Flasche.  Man kann diesen Effekt erzielen, wenn der Wasserkreislauf der Wasserwand mit einem zweiten großen Behälter in einem gekühlten Raum oder kühlen Keller verbunden wird oder wenn man das Wasser zusätzlich durch eine Kühlleitung abkühlt. Eine solche Kühl-Maßnahme muss von einem Fachmann sorgfältig geplant werden, damit sich nicht unerwünschte Kondenswasser-Stellen bilden. Eine Entfeuchtung der Luft kann besonders bei heißen und schwülen Tagen eine sehr angenehme Erleichterung sein.

    Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP hat hierzu ein Patent entwickelt, mehr Infos finden Sie hier: http://www.ibp.fraunhofer.de/de/produktentwicklungen/Klimabrunnen1.html . Außerdem hat das IBP auch eine Software entwickelt, um die Klimabedingungen in Räumen zu simulieren und zu berechnen: https://wufi.de/de/software/wufi-plus/. Wir arbeiten mit dem IBP zusammen und sind dankbar für die gegenseitige Unterstützung und Inspiration.

  • Effekte verstärken

    Sie können beide Effekte verstärken, indem Sie den Luftstrom an der Verdunstungsoberfläche mit z.B.: einem Ventilator vergrößern.

* Denotes Required Field